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Familienbeihilfe

Unabhängig von Beschäftigung oder Einkommen haben Eltern, die einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben, Anspruch auf Familienbeihilfe für haushaltszugehörige Kinder bzw. für Kinder, denen sie überwiegend Unterhalt leisten. Wenn Sie nicht im selben Haushalt mit Ihren Eltern wohnen und für den überwiegenden Unterhalt selbst aufkommen, können Sie die Familienbeihilfe auch selbst beim Finanzamt beantragen.

Sie müssen die Familienbeihilfe bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt beantragen.

Wie lange besteht Ihr Anspruch?

Studierende können Familienbeihilfe grundsätzlich bis zum vollendeten 24. Lebensjahr beziehen. 

In folgenden Ausnahmefällen können Studierende die Familienbeihilfe bis zum vollendeten 25. Lebensjahr beziehen:

  • Ableistung des Präsenz- oder Zivildienstes
  • Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes
  • bei erheblicher Behinderung

Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt.

Toleranzsemester

Bei Bachelor-/Bakkalaureatsstudien, Magister-/Masterstudien und Doktorats-/PhD-Studien besteht Anspruch auf Familienbeihilfe innerhalb der Mindeststudienzeit plus zwei Toleranzsemester.

Bei Diplomstudien besteht Anspruch für die Mindeststudiendauer jedes Studienabschnittes plus ein Semester. Wenn der Abschnitt in der vorgesehenen Mindeststudiendauer absolviert wird, verlängert sich der Anspruch für den nächsten Studienabschnitt um ein weiteres Semester.

Wird die Anspruchsdauer im ersten Abschnitt hingegen überschritten, verlieren Sie den Anspruch auf Familienbeihilfe. Mit Absolvierung der ersten Diplomprüfung lebt der Anspruch aber wieder auf (in dem Monat, in dem die letzte Teilprüfung positiv abgelegt worden ist).

Um den Anspruch auf Familienbeihilfe nicht zu verlieren, ist eine Änderung des Studiums nur zwei Mal zulässig (spätestens in der Zulassungsfrist des 3. Semesters).
Studienberechtigungsprüfung: KandidatInnen erwerben mit der Zulassung zur Studienberechtigungsprüfung ebenfalls Anspruch auf Familienbeihilfe.

Welchen Nachweis müssen Sie erbringen?

Um den Anspruch auf Familienbeihilfe nicht zu verlieren, müssen Sie einen Studienerfolgsnachweis (Vorlage beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt) erbringen:

  • nach dem ersten Studienjahr: mindestens acht Semesterwochenstunden (16 ECTS) aus Wahl- oder Pflichtfächern;
  • bei absolvierter Diplomprüfung: entsprechende Diplomprüfungszeugnisse;

Es ist auch unerheblich, in welchem der beiden Semester Sie die Prüfungen absolvieren.
In der weiteren Folge ist kein Studienerfolgsnachweis zu erbringen. Auf Anfrage muss aber die Ernsthaftigkeit des Studiums durch Vorlage von Zeugnissen nachgewiesen werden, da sonst Rückforderungen durch das Finanzamt nicht ausgeschlossen sind.
Der Studienerfolgsnachweis (Sammelzeugnis) ist bei Ihrem StudienServiceCenter erhältlich und kann auch an den SB-Terminals (z.B. vor Student Point) ausgedruckt werden.

Was müssen Sie bei Berufstätigkeit beachten?

Für berufstätige Studierende besteht ein Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn das zu versteuernde Einkommen der/des Studierenden den Betrag von insgesamt € 10.000 jährlich aus unselbständiger und selbständiger Beschäftigung nicht übersteigt. Es gibt einige Beträge, die Sie nicht zu den € 10.000 zählen müssen. Die häufigsten sind: 

  • 13. und 14. Monatsbezug
  • Pflichtbeiträge des Versicherten zur gesetzlichen Sozialversicherung
  • Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag
  • Pendlerpauschale

Zusätzlich bleiben noch folgende Einkünfte außer Betracht:

  • Einkünfte, die vor oder nach Zeiträumen erzielt werden, für die Anspruch auf Familienbeihilfe besteht,
  • Entschädigungen aus einem anerkannten Lehrverhältnis,
  • Waisenpensionen und Waisenversorgungsgenüsse. 

Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt.

Wann müssen Sie die Familienbeihilfe zurückzahlen?

Wird die Verdienstgrenze von € 10.000 pro Jahr überschritten, muss der Betrag der Familienbeihilfe, um den der Grenzbetrag überschritten wurde, zurückbezahlt werden. Wenn im darauffolgenden Jahr der Betrag wieder unterschritten wird, kann ein neuerlicher Antrag auf Familienbehilfe gestellt werden.
Sobald die vorgesehene Mindeststudiendauer plus Toleranzsemester überschritten wird, ruht der Anspruch auf Familienbeihilfe. Bereits bezogene Familienbeihilfe muss nicht zurückbezahlt werden. Aufgrund mangelnder Studienleistung (wenn also nicht ausreichend Semesterwochenstunden bzw. ECTS nachgewiesen werden) ist eine Rückzahlung nicht vorgesehen. Gilt es aber als offensichtlich, dass das Studium überhaupt nicht betrieben wurde, sind Rückforderungen des Finanzamts nicht auszuschließen.

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Kontakt

Universität Wien
Student Point
Universitätsring 1
1010 Wien
Tiefparterre, Hof 4, Stiege 6
Tel. +43/1/4277-10600

studentpoint@univie.ac.at

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