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Individuelle Studien

Verschiedene Fächer aus bestehenden Bachelor-, Master- oder Diplomstudien dürfen zu einem individuellen Bachelor-, Master- oder Diplomstudium verbunden werden, wenn das beantragte Studium eine neue, innovative Ausbildungskombination beinhaltet und einem facheinschlägigen Studium gleichwertig ist.

Grundsätzlich sieht die Universität Wien aufgrund des vielfältigen Studienangebots jedoch nur geringen Bedarf an individuellen Studien, da mit der Möglichkeit der Absolvierung von Erweiterungscurricula in den Bachelorstudien eine ausreichende Möglichkeit für eine Individualisierung des Studiums besteht.

Da an der Universität Wien mittlerweile die meisten Studien auf die Bolognaarchitektur umgestellt sind, ist es nur mehr in begründeten Ausnahmefällen möglich, individuelle Diplomstudien zu beantragen.

Individuelle Studien müssen auch hinsichtlich des Aufbaus des Studiums ordentlichen Studien gleichwertig sein, d.h. dass einführende und aufbauende Lehrveranstaltungen/Module vorhanden sind und dass das Verhältnis zwischen prüfungsimmanenten und nicht-prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen (prüfungsimmanent = mit Anwesenheitspflicht) in einem sinnvollen ausgewogenen Ausmaß im Curriculum zu finden ist.

Individuelle Studien sind keine Aneinanderreihung bereits absolvierter Lehrveranstaltungen verschiedener Studien.

Wird das genehmigte individuelle Studium als Regelstudium eingerichtet, so muss ein Umstieg auf das Regelstudium spätestens nach Ablauf der Übergangsfrist erfolgen.

Antrag und Zuständigkeit

Die Einreichung eines Antrags ist jederzeit möglich, die Zulassung aber erst nach der Genehmigung und nur innerhalb der vorgesehenen Zulassungsfristen. Es gilt dabei zu beachten, dass das Genehmigungsverfahren längere Zeit in Anspruch nehmen kann.

Bei universitätsübergreifenden individuellen Studien d.h. der Verbindung von Studienrichtungen verschiedener Universitäten zu einem individuellen Studium, ist der Antrag bei dem für die Organisation der Studien zuständigen Organ jener Universität zu stellen, an der der Schwerpunkt des Studiums liegt. An der/den anderen Universität/en ist nach Genehmigung die Meldung als MitbelegerIn erforderlich.

Ein Antrag ist an die Vizerektorin für Studierende und Lehre zu richten und mittels Formular in der Studienzulassung vollständig einzureichen. Dem Antrag beizulegen sind:

  • Motivationsschreiben: Gründe, wieso der/die Studierende dieses Studium als individuelles Studium betreiben möchte. Festlegung des Schwerpunkts sowie Angabe welche Studienprogrammleitungen (SPL) beteiligt sind und in welchem Ausmaß. Wenn das Studium an mehreren Universitäten durchgeführt werden soll, muss die Zuordnung der Lehrveranstaltungen zu den beteiligten Universitäten vorgenommen werden.
  • Auflistung bereits absolvierter Prüfungen (Sammelzeugnis).
  • Auflistung der Studienpläne/Curricula, die für die Zusammenstellung dieses Curriculums herangezogen wurden (Angabe von Titel, Mitteilungsblatt, Stück, Nummer, vom… im Studienjahr…).
  • Curriculum: Dieses hat unter anderem die Bezeichnung des Studiums, das Qualifikationsprofil (d.h. die Beschreibung der Qualifikationen, welche der/die Studierende im Verlauf des Studiums erwerben will) sowie die potentiellen beruflichen Verwendungsmöglichkeiten, die Studiendauer, die Festlegung von höchstens zwei Studienabschnitten (ausschließlich bei Diplomstudien) und deren Dauer, der zu erwerbende akademische Grad, die Prüfungsfächer, die Prüfungsordnung, das Ausmaß der Lehrveranstaltungen und deren Titel und Art zu enthalten.
    Bei der Festlegung des Curriculums wählt der/die Studierende aus dem bestehenden Lehrangebot (d.h. individuelle Studien können nur aus fix eingerichteten Studien heraus zusammengestellt werden). Sobald das individuelle Studium genehmigt wurde, ist das Curriculum ebenso verbindlich wie bei einem regulären Studium und allfällige Änderungen müssen zusätzlich genehmigt werden.
    Mustercurricula für individuelle Studien sind beim Referat Studienzulassung erhältlich.
     

Der Antrag wird vom Referat Studienzulassung der Vizerektorin vorgelegt, die das erarbeitete Konzept hinsichtlich nachstehender Punkte überprüft,

  • ob das zusammengestellte Studium auch im Rahmen eines regulären Studiums absolviert werden könnte,
  • ob vergleichbare reguläre Studien in Hinsicht auf den Arbeitsaufwand gleichwertig sind,
  • ob das Qualifikationsprofil einsichtig und die Zusammensetzung der Fächer wissenschaftlich sinnvoll ist.

Daraufhin trifft die Vizerektorin eine Entscheidung (Ermessensentscheidung). Bei einer positiven Entscheidung legt die Vizerektorin eine hauptverantwortlichen Studienprogrammleitung fest.

Zusätzlich wird vom Referat Studienzulassung der Antrag inklusive der Beilagen an alle involvierte SPLs und anschließend an die verantwortlichen SPL mit der Bitte um eine fachliche Stellungnahme geschickt.

Die zusammenfassende Stellungnahme des verantwortlichen SPLs wird anschließend zwecks Parteiengehörs an die/den Studierende/n mit eventuellen Verbesserungsaufträgen unter Fristsetzung und Hinweis auf die sonstige Zurückweisung des Antrags übermittelt.

Das entsprechende Antragsformular findet sich in der rechten Spalte unter dem Punkt "Dokumente".

Langt der im Sinne der Stellungnahmen verbesserte Antrag im Referat Studienzulassung ein, kann dieser auf Basis der Stellungnahmen von der Vizerektorin genehmigt und der Zeitpunkt der Zulassung zum individuellen Studium festgelegt werden.

Sollte der Antrag durch die Vizerektorin per Bescheid abgelehnt werden, besteht die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheidung zu erheben.

Zusätzliche Informationen